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Riester-Rente

Wissenswertes zu Riester-Rente

Kurz & knapp

Die Riester-Rente wurde im Jahr 2002 eingeführt. Damals wurde vom Gesetzgeber das Renteniveau der gesetzlichen Rentenversicherung gesenkt. Daraus folgt eine Erhöhung der Nettogehälter der Arbeitnehmer. Diese sollen das hinzugewonnen Geld nutzen, um mit der Riester-Rente ein Grundstein der privaten Altersvorsorge zu legen. Deshalb ist die Riester-Rente eigentlich eine Pflichtversicherung.

Lohnt sich für:

Famililen mit vielen Kindern, Eltern welche in Elternzeit waren, Arbeitnehmer mit hohen Steuersätzen, Arbeitnehmer mit geringem Einkommen.

Lohnt sich nicht:

Kurzfristige Kapitalanleger und wenn das Geld in der Laufzeit verfügbar sein soll.

Das wichtigste zuerst:

  • Der Staat fördert die Riester-Rente mit Zulagen und Steuervorteil.
  • Die Zulagen werden auch pro Kind gewährt.
  • Gerade für Familien oder Gutverdiener hohe Renditemöglichkeiten
  • Es gibt eine Vielzahl von Produkten am Markt. Manche Produkte sind sehr gut.
  • Die Riester-Rente wurde eingeführt, weil zeitgleich das Rentenniveau gesenkt wurde. Deshalb müsste die Riester-Rente eine Pflichtversicherung sein.
  • Die Rentenzahlung ist zu versteuern.
  • Es können Zinsprodukte oder Fondsprodukte gewählt werden.
  • Die eingezahlten Beiträge und die Zulagen sind garantiert zum Vertragende. Ein Verlust ist ausgeschlossen.
  • Langfristig bieten Versicherer die besten Lösungen.
  • Ist ein Vertrag zu teuer, kann der Vertrag auf einen besseren Anbieter übertragen werden.
  • Alle Vertragskosten sind intransparent in der Police auffindbar.

 

Die Riester-Rente wurde im Jahr 2002 als Ergänzung der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Neu ist, dass der Vertrag, benannt nach dem Erfinder Walter Riester, durch staatliche Zulagen und Sonderausgabenabzug (Steuervorteil) gefördert wird. Die Förderung ist im Altersvermögensgesetz (AVmG) und Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Ziel ist es, mit staatlicher Förderung privat für das Alter vorzusorgen und Altersarmut entgegen zu wirken. Es gibt eine große Anzahl von Tarifen und Produkten und ein fester Personenkreis kann diese Form der Altersvorsorge abschließen. Die Rentenleistung wird vom Rentenbeginn an lebenslang erbracht.

Was ist die Riester-Rente?

Die Riester-Rente wurde im Jahr 2002 als Ergänzung der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Neu ist, dass der Vertrag, benannt nach dem Erfinder Walter Riester, durch staatliche Zulagen und Sonderausgabenabzug (Steuervorteil) gefördert wird. Die Förderung ist im Altersvermögensgesetz (AVmG) und Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Ziel ist es, mit staatlicher Förderung privat für das Alter vorzusorgen und Altersarmut entgegen zu wirken. Es gibt eine große Anzahl von Tarifen und Produkten und ein fester Personenkreis kann diese Form der Altersvorsorge abschließen. Die Rentenleistung wird vom Rentenbeginn an lebenslang erbracht.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente als Altersvorsorge?

Die Riester-Rente wurde vom damaligen Arbeitsminister Walter Riester in Kooperation mit der Versicherungswirtschaft geschaffen. Die starke Abhängigkeit von den Interessen der Finanzwirtschaft hat dazu geführt, dass viele Produkte sich primär für die Anbieter lohnen. Vermutlich sind 95% der vorhandenen Riester-Verträge teuer und ineffektiv für Verbraucher. Deshalb muss sehr genau geprüft werden, was für ein Vertrag zur Vorsorge gewählt wird. Wird ein guter Vertrag gewählt, der sich durch geringe Veraltungskosten und ETF-Fondswahl auszeichnet, sowie weitgehend auf Vertriebs- und Marketingkosten verzichtet, lohnt sich der Vertrag für alle Zielgruppen. Wohl gemerkt für förderberechtigte Zielgruppen. Besonders spannend sind Riester-Verträge als Altersvorsorge für Arbeitnehmer mit hoher Steuerlast (aufgrund Steuervorteile), Familien mit Kindern (aufgrund Zulagen) und Berufsanfänger (extra Zulage und lange Laufzeit). Aber auch für Geringverdiener ohne Kinder kann der Riester-Vertrag lohnen. Der Eigenbeitrag ist niedrig und die Zulage wird in jedem Fall gezahlt. Wichtig ist aber, dass der Vertrag günstige Kosten aufweist. Diese Kosten stehen im Vertragswerk (AVB) Faustformel: Ist der Vertrag mit Abschlussprovisionen kalkuliert, lohnt der Vertrag eher nicht.

Experten-Tipp

Wenn ein Vertrag zu wenige Rendite bringt oder eine sehr hohe Rendite aufgrund nachteiliger Bedingungen gebracht hat, kann das Guthaben auf einen anderen Anbieter übertragen werden. Der neue Anbieter garantiert ebenfalls, dass alle Beiträge und Zulagen zum Rentenalter zur Verfügung stehen.

Wer ist förderberechtigt und kann Riestern?

Jeder kann eine Riester-Rente abschließen. Eine Förderung des Vertrages, bzw. die Zulage bekommen aber nur unmittelbare und mittelbare förderberechtigte Personen. Primär sind das Personen, die Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dazu zählen auch Ehepartner. Hier ist auch ein echtes Rendite-Highlight versteckt. Wenn Ehepaare viele Kinder haben und ein Ehepartner aufgrund Kindersituation nur wenig beruflich Arbeiten kann, kann für kleines Geld einen Riester-Vertrag abschließen und erhält eine üppige Förderung, ohne viel Beitrag zu entrichten.

Unmittelbare Förderberechtigte sind:

Rentenversicherungspflichte Arbeitnehmer, Beamte, Richter, Soldaten, Amtsträger, Personen im Bundesfreiwilligendienst und freiwillig Wehrdienstleistende. Dazu zählen auch Minijobber, die Beiträge zur Sozialversicherung abführen, nicht erwerbsmäßige tätige Pflegepersonen (Angehörigenpflege), Erziehende, bis zum dritten Lebensjahr des Kindes und Bezieher von Arbeitslosengeld, Bezieher von Krankengeld, vollständig erwerbsgeminderte oder dienstunfähige Personen, Bezieher von Vorruhestandsgeld (wenn Pflichtversicherung vorlag) und über die KSK (Künstlersozialkasse) versicherte Personen.

Mittelbare Förderberechtigte sind:

Ehepartner und Partner in eingetragenen Partnerschaften aller unmittelbaren Förderberechtigten. Mittelbar Förderberechtigte werden mit Zulagen gefördert, wenn der Partner einen Riester-Vertrag mit Beitragszahlung abschließt. Der Mindestbeitrag für die Riester-Rente liegt seit 2012 bei 60 Euro pro Jahr. Gerade für kinderreiche Familien kann eine Menge Geld zusammenkommen. Bei drei Kindern und Mindestbeitrag (weil zum Beispiel kein Einkommen besteht) beträgt die Zulage 1.075 Euro pro Jahr. Kombiniert mit ETF-Fonds und günstigen Verwaltungskosten entsteht eine kräftige Rendite.

Ohne Förderberechtigung sind:

Unternehmer und Selbständige, welche keine Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung einzahlen. Pflichtversicherte der berufsständischen Versorgungswerke (Kammerberufe: Anwälte, Steuerberater, Apotheker, Ärzte, Architekten, etc.), Minijobber, welche keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Studenten ohne Rentenversicherungspflicht und Bezieher von Renten wegen teilweise Erwerbsminderungspflicht. Diese Personen können eventuell über den mittelbaren Förderungskreis eine Riester-Zulage erhalten.

Wie hoch sind die Zulagen für die Riester-Rente?

Im Jahr 2018 wurden die Zulagen für Verträge erhöht. Seitdem zahlt der Staat eine höhere Förderung der Riester-Rente. Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr pro Vertrag. Vor 2018 lag jährliche Zulage bei 154 Euro. Für jedes Kind, welches ab 2008 geboren wurde, wird 300 Euro jährlich Zulage vom Staat eingezahlt. Kinder, welche vor 2008 geboren wurden, erhalten 185 Euro Zulage. Berufseinsteiger erhalten einen einmaligen Bonus von 200 Euro, wenn der Vertrag vor dem 25. Lebensjahr beantragt wird. Allein aus der Förderung lohnt es sich schon zu Riestern. Ein Erwachsener plus ein Kind bekommt jährlich 475 Euro Förderung. Bei 35 Jahren Laufzeit wird der Vertrag mit 16.625 Euro vom Staat gefördert. Der Staat nimmt viel Geld für die Altersvorsorge in die Hand. Umso dramatischer ist es, dass so viele Verträge nichts taugen. Ohne Lobbyeinfluss wäre das Riester-projekt ein lohnendes Highlight für viele Verbraucher.

Praxistipp: Es ist wichtig darauf zu achten, dass nur Anbieter ausgewählt werden, die keine Abschlussprovision auf Zulagen für Verkäufer zahlen. Ansonsten mindert sich der Anlageerfolg deutlich. Sie finden dazu auch weitere Informationen weiter unten im Text (Fehler der Riester-Rente).

Hinweis

glühbirneFast alle Anbieter von Riester-Verträgen berechnen Hohe Vertragsführungskosten. Hier ist ein Vergleich wichtig. Bitte nicht irgendwas abschließen. Bei der Auswahl des Anbieters sollte die gleiche Sorgfalt gelten, wie beim Kauf eins neuen Autos.  Die Investition ist auch ungefähr gleich hoch.

Wie kommen die Zulagen in den Riester-Vertrag?

Der Versicherungsnehmer muss die Zulagen spätestens bis zum Ende des 2. Kalenderjahres nach dem jeweiligen Beitragsjahr beantragen. Im Normalfall wird über einen Dauerzulagenvertrag gearbeitet. Wird ein Kind geboren, muss das Kind beim Anbieter nachgemeldet werden. Ansonsten gibt es keine Zulage. Riesterverträge müssen darum gepflegt werden. Jede Zulage muss auch eingenommen werden, damit die maximale Rente im Rentenalter erreicht werden kann. Fast alle Riester-Verträge beinhalten eine Art Betreuungsgebühr (Betreuungsprovision) für den Verkäufer, um solche Themen zu begleiten. Wenn Sie längere Zeit nichts von Ihren Verkäufer gehört haben, erfüllt dieser seine Pflicht nicht.

    Wie wirkt sich der Steuervorteil bei der Riester-Rente aus?

    Es gibt nicht nur die staatlichen Zuschüsse, sondern auch einen Steuervorteil. Die Beiträge zur Riester-Rente können als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Der Höchstbeitrag für den Sonderausgabenabzug beträgt 2.100 Euro jährlich. Zeitgleich ist das auch der Höchstbeitrag für die Riesterrente. Eine Übersprang des Höchstbeitrages macht keinen Sinn. Es gibt noch andere Methoden zur Altersvorsorge. In der Praxis führt das zuständige Finanzamt eine Günstigerprüfung durch. Ist der Steuervorteil höher als die Zulagen, gibt es zusätzlich noch den Steuervorteil. Der Steuervorteil ist um die Zulagen gemindert. Es gibt nicht beide Vorteile in voller Höhe.

    Welche Vertragsformen der Riester-Rente gibt es?

    Der Gesetzgeber hat versäumt, das Riester-Produkt einfach zu gestalten. Darum gibt es fünf Arten vom Riester. Versicherungen, Fondssparpläne, Bausparverträge, Darlehn oder Sparbücher. Es gibt hunderte Produkte in diesem Bereich und fast alle sind zu teuer. Es ist wirklich wichtig hinzuschauen und auch nachzurechnen. Im optimalen Fall wird eine bestimmte Versicherungslösung auf Nettobasis ausgewählt. Wir bieten dazu auch Riester-Verträge zu Mitarbeiterkonditionen an. Alle Versicherer bieten den eigenen Mitarbeitern günstige Vertragskonditionen an. Einige Versicherer, erlauben den „Verkauf“ solcher Produkte für den freien Markt. Solche Tarife sind frei von Abschluss- und Marketingkosten und haben verminderte Anlagekosten und reduzierte Verwaltungskosten. Die Kosten eines Vertrages sind für Verbraucher kriegsentscheidend.

    Experten-Tipp

    Riester-Verträge können keinen Verlust machen (Beitragsgarantie). Deshalb kann als Investitionsgrundlage ein Aktienfonds gewählt werden.  

    Wann wird die Riester-Rente ausgezahlt?

    Die Riester-Rente ist eine Altersvorsorge. Die Rentenleistung wird ab dem 65. oder 67. Lebensjahr ausgezahlt. Der frühste Leistungsbezug ist das 62. Lebensjahr. Alle früheren Vertragsbeendigungen führen zu einer Rückzahlung der Zulagen und zur Erstattung des Steuervorteils. Der Vertrag dient zur Vorsorge und ist ein Baustein zu einer stabilen Altersvorsorge-Struktur. Die Auszahlung, bzw. die Rentenleistungen ist zum Rentenbeginn zu versteuern.

    Muss die Auszahlung aus der Riester-Rente versteuert werden?

    Ja. Alle Leistungen aus dem Vertrag müssen versteuert werden. Fachlich wird von einer nachgelagerten Besteuerung gesprochen. Die Rente fällt damit niedriger aus, als von den Versicherern prognostiziert wird. Achtung: Fast alle Versicherer berechnen Angebote ohne Berücksichtigung der Kosten. Selbst wenn die Kosten in Hochrechnungen nur teilweise berücksichtigt werden, ändert das die Ablaufleistung oder Rentenhöhe deutlich. Es ist wichtig, zu überprüfen, nach welcher Methodik ein Versicherer hochrechnet. Grundsätzlich gilt: Angebote von Versicherern fallen fast immer besser aus als mathematisch zu erreichen ist. Es ist auch rechtlich nicht angreifbar, dass Versicherer geschönte Angebote erstellen. Denn ein Versicherer garantiert nicht, was in den Angeboten steht:

    Kann ein guter Riester-Vertrag von einem schlechten durch Angebotsvergleich unterschieden werden?

    Leider nein. Jeder Versicherer hat eine eigene Methode Angebote zu berechnen. Fast immer sind Angebote ohne vollständige Betrachtung der Kosten gerechnet und mögliche Ablauf- oder Rentenleistungen viel zu hoch. Wer falschen Zahlen vor sich liegen hat, kann durch Vergleich kein belastbares Ergebnis erzielen. Es ist wichtig, die relevanten Kostenpunkte zu kennen, zu vergleichen und zu prognostizieren.

     

    Welche Kosten stecken in Riester-Verträgen?

    Häufig verwechseln Kunden die vertraglichen Kosten mit dem Beitrag. Der monatliche Beitrag ist der Invest zur Altersvorsorge. Die vertraglichen Kosten stecken im Kleingedruckten der Police und werden von jedem Anbieter für die Anlagetätigkeit verlangt. Je höher die Kosten sind, desto geringer ist der Anteil Ihres Geldes, der eine Rendite erzielen kann. Die klassischen Kosten von Versicherungsprodukten sind:

    • Stückkosten: Der Versicherer berechnet eine feste Summe die jährlich von den Einzahlungen abgezogen werden. In der Regel zwischen 24 und 72 Euro pro Jahr pro Vertrag. Häufig erleben wir, dass Kunden zwei Verträge beim gleichen Versicherer haben. Sowas ist allein aus Sicht der Stückkosten sinnfrei.
    • Verwaltungskosten: Der Versicherer berechnet einen prozentualen Wert Ihrer Beiträge zur Tilgung der Verwaltungskosten. Im Normalfall (welcher nicht gut ist) liegen die Verwaltungskosten um 2% pro Jahr.
    • Kapitalanlagekosten: Je nach Anlageform (Fonds- oder Zinsanlage) berechnet der Versicherer zusätzlich einen prozentualen Kostenwert auf das vorhandene Vertragsguthaben.
    • Fondskosten: Fondskosten sind häufig versteckt und schwer identifizierbar. Die TER-Quote zeigt bei Fonds einen ersten Kostenanteil. Nicht erwähnt werden die Transaktionskosten. Diese liegen häufig um zusätzlich 1,5%.
    • Vertriebskosten: Dahinter verstecken sich Provisionen für Verkäufer. In der Regel sind diese Kosten unangemessen hoch. Die Versicherer argumentieren, dass nicht jeder Kunde abschließt und deswegen die Kosten im Durchschnitt fair sind. Was für den Verkäufer fair ist, ist für Kunden unfair.

    Es gibt noch weitere Kosten, wie zum Beispiel Ratenzahlungszuschlag für unterjährige Zahlung und Kosten für Einzahlung von Einmalbeiträgen. Auch wenn die Kosten gering erscheinen, haben diese über Jahrzehnte enorme Auswirkung. Der Versicherer HDI auf Anfrage die Aufteilung der Kundengelder grafische dargestellt:

    Nach 10 Jahren Vertragslaufzeit steht der Vertrag einem Verlust von 11.427,15 Euro. Im Normalfall brauchen die Standardverträge am Markt ca. 15 Jahre um eine schwarze Null zu erreichen.

    Welche Fehler hat der Gesetzgeber bei Riester gemacht?

    Diese Sparform zur Altersvorsorge ist ein gesetzliches Produkt, welches nicht zu Ende gedacht wurde. Es ist deutlich die Handschrift der Versicherungswirtschaft zu erkennen. Zum Beispiel ist der Abschluss freiwillig. Was positiv klingt, ist aber negativ. Warum ist die Riesterrente keine Pflicht? Es wurde bei Einführung auch das Renten-Niveau für alle Versicherten abgesenkt. Ist ein Vertrag freiwillig, muss es Berater geben, die beraten und verkaufen. Berater müssen Geld verdienen. Dieses Geld fehlt später bei Rentenhöhe.

    Die Riester-Rente hat eine kostenpflichtige, nicht abwählbare Garantie: Die Verträge dürfen keinen Verlust zum Vertragsende aufweisen. Eine solche Kapitalgarantie kostet ein Teil der Beiträge. Warum ist es möglich, das Geld in konservative Zinsprodukte zu investieren (klassische Riester-Policen). Eine Pflicht auf günstige Fonds, optimal auf ETF-Basis, würde massiv die Vertragskosten senken und die Chancen auf Rendite erhöhen. Es ist völlig sinnfrei, Geld zu höhen Anlagekosten in Zinsanlagen zu stecken, während ich die Sicherheit habe, keinen Verlust machen zu können. Entweder nehme ich Zinsen und habe keinen Gewinn oder ich nehme Aktien, kann Rendite schaffen und im schlimmsten Fall habe ich das gleiche Ergebnis wie bei den Zinsen.

    Zeitgleich können die Versicherer festlegen, wie viel Geld für die Verwaltung notwendig ist. Teilweise sind die Verwaltungskosten höher, als die Zulagen. Im Endeffekt sind solche Verträge eine staatliche Subvention für Versicherer. Die Welt hat dazu am 18.08.2008 bereits einen Artikel veröffentlicht:

     

     Gibt es gute Riester-Verträge?

    Ja. Es lassen sich gute Riester-Verträge konstruieren. Dabei ist wichtig, minimale Vertragskosten zu haben. Die Anlageform sollte immer ein Aktienfonds (Kapitalgarantie) sein. Gerade bei langen Restlaufzeiten macht der Sinn. Die Fonds müssen günstig sein. Es gibt ohnehin kaum Fonds, die besser als der Markt laufen. Auf teures Fonds-Management kann jeder private Verbraucher verzichten. Und auch Vertriebskoten dürfen nicht im Vertrag sein. Sind diese Punkte erfüllt, wird aus dem Vertrag eine gute Anlage.

    Expertentipp: Riesterverträge können auf andere Anbieter übertragen werden. Es ist möglich, aus einem teuren Vertrag einen guten zu machen. Es bieten sich ca. sieben Anbieter für einen solchem Umzug an. Gerne helfen wir bei der Vertragsprüfung und geben Rat.

    Kurzanleitung zur guten Riester-Police:

    Für Riester-Neukunden: Es gibt unendliche viele Produkte. Alle relevanten Informationen sind im Produktinformationsblatt. Gute Produkte haben keine Abschluss- und Vertriebskosten einkalkuliert im Vertrag. Verträge, die eine Rendite erzeugen sollen, müssen mit Aktienfonds bespart werden. Der Vorgang ist auch gefahrlos möglich, weil jeder Riester-Vertrag eine Kapitalgarantie zum Vertragsende einkalkuliert hat. Es sollten ausschließlich ungemanagte Fonds gewählt werden. Die Zulagen müssen richtig beantragt sein und der Steuervorteil muss ausgenutzt werden. Es wird maximal 4% vom Bruttogehalt als Beitrag, bis zum Höchstsatz von jährlich 2.100 Euro, verwendet.

    Für Riester-Bestandskunden: Im ersten Schritt werden die Vertragskosten festgestellt. Danach wird geprüft, in welche Anlageform das Geld investiert wird. Sind die Werte ungünstig, kann der Vertrag zu einem besseren Anbieter übertragen werden. Der Vertrag sollte nicht gekündigt werden, weil sonst die Vorteile erstattet werden müssen.

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