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Private Rentenversicherung

Wissenswertes zu private Rentenversicherung

Kurz & knapp

Die private Rentenversicherung ist ein klassisches Anlageprodukt. Anders als bei Kapitalanlagen bekommen sie bei einer privaten Rentenversicherung eine lebenslange monatliche Rente ausgezahlt, unabhängig davon wie alt sie werden. Ihre Beiträge werden sicher in den Deckungsstock eines Versicherers investiert. Es können dabei keine Verluste erzeugt werden, aber auch nur noch wenige Gewinne. Die spätere Auszahlung der privaten Rentenversicherung wird zudem nur zu einem sehr geringen Teil besteuert.

Lohnt sich für:

Konservative und kurzfristige Anleger, welche primär als Sparziel die Inflation ausgleichen wollen.

Das wichtigste zuerst:

  • Lebenslange monatlich Auszahlung der Rente
  • Beste Planungsmöglichkeiten durch feststehende steuerliche Rahmenparameter
  • Risikoschutz kann individuell (z.B. Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit) vereinbart werden
  • Rentenversicherung als Honorartarife (Nettotarife) oder Provisionstarife (Bruttotarife)
  • Gute Möglichkeiten der Kapitalschenkung innerhalb der Familie
  • Auch heute noch hohe Zinserträge (3%) möglich
  • Steuervorteile für Laufzeiten von mindestens 12 Jahren
  • private Rentenversicherungen können genutzt werden, um Erbschaftsfreibeträge zu erhöhen oder Erbschaftssteuern zu senken

Was ist eine (private) Rentenversicherung?

Eine private Rentenversicherung ist eine langfristige Kapitalanlage, welche als Altersvorsorge dient und die finanzielle Situation im Rentenalter verbessern soll. Fachlich betrachtet wird von einer Ansparphase und einer Rentenphase gesprochen. In der Ansparphase wird der Beitrag entrichtet. Dieser kann als Einmalzahlung oder als laufender Beitrag entrichtet werden. In der Rentenphase kann eine lebenslange Rente oder eine Einmalauszahlung gewählt werden.

Der Gesetzgeber hat allen Sparern einer privaten Rentenversicherung steuerliche Vorteile eingeräumt. Je nachdem, wann der Vertrag in die Rentenphase eintritt, ist die lebenslange Rente nur mit dem Ertragsanteil zu besteuern. Auch die Einmalauszahlung bietet einen Steuervorteil. In der Regel muss nur der halbe Ertrag (Halbertragsverfahren) versteuert werden. Andere Sparformen, wie zum Beispiel die Riester-Rente oder Rürup-Rente haben diesen Vorteil nicht. Auch andere Anlageformen bieten keinen Steuervorteil.

Diese Anlageform ist nicht direkt mit der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar, weil es unzählige Wege, Formen und Optionen gibt. Es gibt unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten. Private Rentenversicherung werden von Versicherungen angeboten werden und wie es am freien Markt ist, kann jeder Anbieter unterschiedliche Vorteile bieten.

Wie funktioniert die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung basiert auf einem Sparvorgang, der unterschiedliche Möglichkeiten bietet. Zuerst muss ein passender Anbieter gefunden werden. Anschließend wird festlegt, wie hoch der Beitrag ist und in welche Anlageform der Beitrag fließen soll. Dabei gibt es klassische Rentenversicherungen, die zinsbasiert (Deckungsstock) anlegen und fondsbasierte Rentenversicherungen. Es lassen sich auch beide Anlageformen in Hybridprodukten mischen. Der Versicherer nimmt den Beitrag an, zieht seine Kosten ab und investiert den Rest in die gewünschte Anlageform. Wichtig ist dabei, die jeweiligen Besonderheiten der Versicherer zu berücksichtigen. Manche Versicherer erheben einen Zuschlag, für monatliche Beitragszahlung. Andere begrenzen die Auswahl der Anlageprodukte. Das Ratinghaus Assekurata stellt fest, dass ca. 80 % bis 90% des Beitrages angelegt werden. Es ist deshalb vor Abschluss wichtig festzustellen, wie viel nach Kosten vom Beitrag für die Kapitalanlage überbleibt. Auch in der Rentenphase haben Versicherer unterschiedliche Kosten, für die Auszahlung der Rente. Es bieten zwar alle Versicherer private Rentenversicherungen an, aber die Konditionen unterschieden sich deutlich.

Experten-Tipp

Es macht kostentechnisch einen Unterschied, ob Beiträge monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gezahlt werden. Prüfen Sie bei Ihrem Versicherer, welche Beitragszahlungsvariante für Sie die Vertragskosten senkt.

Welche Angaben haben Auswirkung auf die private Rentenversicherung?

Private Rentenversicherung sind reine Sparverträge und brauchen einen Starttermin (Beginn der Ansparphase) und einen Endtermin (Beginn der Rentenphase). Darüber hinaus ist das Eintrittsalter wichtig und die Länge der Laufzeit. Jede länger der Vertrag läuft, desto weniger Rente muss der Versicherer zahlen und desto höher ist die Rentenleistung. Wer viele Garantien wählt, hat weniger Ertrag. Wer weniger Garantien wählt hat mehr Ertrag. Häufig lassen sich Garantien günstiger über Drittverträge darstellen, als direkt über den Anbieter.  Solche Planspiele sind übliche bei guten Verträge.

Vergleich verschiedener Arten der privaten Rentenversicherung

Es gibt drei Arten von Rentenversicherung. Jeder dieser Rentenversicherungen wird von uns als Versicherungsmantel bezeichnet. Sie können auswählen, welchen Versicherungsmantel Sie für Ihre Rentenversicherung wünschen und dann kann es schon losgehen.

Rürup-Rente: Seit 2005 gibt es die sogenannte Rürup-Rente oder auch als Basis-Rente bezeichnet. Diese Sparform gilt als Gegenstück zur gesetzlichen Rentenversicherung und war speziell für Selbstständige gedacht. Doch auch für Arbeitnehmer ist diese Anlageform interessant. Der Beitrag wird steuerlich abgesetzt und die Auszahlung muss versteuert werden.

Riester-Rente: Seit 2001 gibt es für Arbeitnehmer die Riester-Rente. Ursprünglich gedacht als Ergänzung der gesetzlichen Rentenversicherung, weil das Rentenniveau abgesenkt wurde. Arbeitnehmer können die entstandene Lücke durch Besparung der Riester-Rente schließen.

Private Rentenversicherung: Jeder kann eine private Rentenversicherung für seine Altersvorsorge wählen. Es gibt keine Begrenzung der Beiträge und Anlageform und Garantien sind frei wählbar. Der Vertrag sollte eine Laufzeit bis in das Rentenalter haben, um alle steuerlichen Vorteile ausnutzen zu können.

Hinweis

glühbirnePrüfen Sie genau, welche Laufzeit Sie wünschen. Manche Verträge verfügen über flexible Auszahlungsoptionen und deshalb können auch länger Laufzeiten zur Renditesteigerung Sinn machen.

Was ist der Rentenfaktor?

Der Rentenfaktor ist ein Umrechnungsfaktor, der das angesparte Kapital in eine Rentenhöhe zum Rentenbeginn umrechnet. Häufig wir der Rentenfaktor pro 10.000 Euro Vertragswert angegeben. Wer einen Rentenfaktor von 25 und 100.000 Euro Vertragswert hat, bekommt eine Rente von 250 Euro pro Monat. Auch hier unterscheiden sich die Versicherer wieder deutlich. Es gibt private Rentenversicherungen, bei denen der Rentenfaktor zum Vertragsbeginn garantiert wird. Andere legen den Rentenfaktor erst zum Rentenbeginn fest. Natürlich kann der Rentenfaktor für das gesamte Kapital oder nur für ein bestimmten Kapitalwert bestimmt werden. Alle Informationen dazu sind in den Vertragsbedingungen zu finden.

Welche Vorteile hat eine private Rentenversicherung?

Wer eine private Rentenversicherung bespart, kann je nach Anbieter viele Vorteile nutzen. In der Ansparphase kann über die Einzahlungen verfügt werden. Es ist eine gewisse Flexibilität vorhanden, wenn es um die Beitragshöhe geht. Der Beitrag kann theoretisch beliebig verändert werden.  Das Geld ist vor einer Anbieterinsolvenz geschützt und das biometrische Risiko der Langlebigkeit kann an den Versicherer ausgelagert werden. Zum Rentenbeginn kann eine einmalige Kapitalauszahlung gewählt werden, welche je nach Vertragswert eine großen Handlungsspielraum bedeutet. Es kann aber auch eine Lebenslange Rentenzahlung gewählt werden. Und wenn das Leben besonders lange währt, ist es das Problem des Versicherers. Deshalb zählt die Rentenversicherung zu der praktischsten Form der Altersvorsorge. Zum Rentenbeginn ist der Steuervorteil wichtig. Denn gerade Sparer mit guter Altersvorsorge zahlen auch im Rentenalter steuern. Deshalb ist auch im Rentenalter wichtig, den Ertrag aus privaten Rentenversicherung als Nettobetrag zu berechnen.

Ab wann sollte ich mich mit der privaten Rentenversicherung beschäftigen?

Je früher desto besser. Es klingt wie eine Floskel, aber lange Laufzeiten bieten den Vorteil, dass der Sparbeitrag niedriger sein kann, als bei kurzen Laufzeiten. Auch Zinseszinseffekte wirken sich besser aus, wenn eine lange Laufzeit besteht. Für Fondssparer zahlen sich längere Laufzeiten ebenfalls aus, da mit einem hohen Aktienanteil gearbeitet und eine höhere Rendite abgeschöpft werden kann. Es ist wichtig, sein Ziel für die Altersvorsorge zu definieren und auf vielen Wegen dorthin zu arbeiten. Eine gute private Rentenversicherung ist sicher eine Hauptsäule einer strukturierten Altersvorsorge.

Wie viel Geld sollte ich in eine Rentenversicherung einzahlen?

Das ist natürlich eine gute Frage und eigentlich auch der falsche Ansatz. Der eingezahlte Beitrag ergibt eine Auszahlung oder eine Rentenhöhe. Die Frage lautet eher, welches Ziel erreicht werden soll. Das heutige Nettogehalt ist ein Ansatz für ein Sparziel und wie eine mögliche Rentenhöhe definiert werden kann. Wenn die Rentenwunschhöhe feststeht, werden alle bisherigen Sparformen addiert und mit der gewünschten Rentenhöhe abgeglichen. Besteht eine Differenz zur gewünschten Rentenhöhe ergibt sich ein mögliches Sparziel. Je nach Laufzeit ist der Beitrag für dieses Sparziel höher oder niedriger. Deshalb sollte nicht der Beitrag entscheidend sein, sondern das Sparziel. Beim Aufbau der Altersvorsorge ist der Weg das Ziel. Das bedeutet, dass Sparen an sich wichtig ist und im Laufe der Zeit dem verbesserten Einkommen angepasst wird. Kunden der privaten Krankenversicherung müssen z.B. auch den PKV-Beitrag im Rentenalter in ihrer Altersvorsorge einplanen.

Experten-Tipp

Bei guter Gesundheit steigert es die Rendite, im Todesfall auf eine Rückzahlung der Beiträge zu verzichten und stattdessen eine Risikolebensversicherung abzuschließen.

Wie kann ich eine private Rentenversicherung abschließen?

Eine private Rentenversicherung kann jederzeit abgeschlossen werden. Dazu genügt ein Anruf bei einem Versicherer und je nach Anbieter kann auch per Anruf oder Online abgeschlossen werden. Es ist nicht schwierig eine private Rentenversicherung abzuschließen. Schwieriger hingegen ist es, den richtigen Anbieter zu finden. Alle Anbieter sind völlig frei in der Definition der Vertragsbedingungen. Deswegen stellen Versicherer die unterschiedlichsten Leistungen in Rechnung. Beispiele:

  • Manche Versicherer wollen einen Zuschlag, wenn der Beitrag monatlich entrichtet wird und es ist günstiger, den Beitrag jährlich zu entrichten
  • Versicherer berechnen Kosten, wenn zum Rentenbeginn eine garantierte Summe zur Verfügung stehen soll
  • Bestimmte Versicherer bieten sogenannte Netto-Verträge zu Mitarbeiterkonditionen an. Diese Sparversion ist besonders lukrativ

Am besten vergleichen sie unabhängige Angebote. Ein Möglichkeit sind klassische Produkte die sie kostenfrei abschließen können und bei denen das Honorar des Beraters durch eine Abschlussprovision vom Versicherer bezahlt wird. Die zweite Möglichkeit bieten private Rentenversicherungsverträge als Netto-Verträge, diese beinhalten deutlich mehr Rendite bei geringeren Kosten als die klassische Variante, hier wird jedoch ein Honorar für den Vermittler fällig.

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Was sind Auswahlkriterien für private Rentenversicherungen?

Es ist wichtig, die möglichen Bedürfnisse während der Ansparphase und Rentenphase zu definieren. Wer über das eingezahlte Kapital in der Ansparphase verfügen möchte, kann nicht jeden beliebigen Versicherer nehmen. Bestimmte Anbieter privater Rentenversicherungen erlauben keine individuelle Beitragszahlung und auch keine flexible Wahl der Sparanlage. Wer hier ein bestimmtes Produkt sucht braucht Zeit und Nerven oder einen unabhängigen Berater, der über den Tellerrand schauen kann. Grundsätzlich sind die Vertragskosten sehr wichtig für das Erreichen der gewünschten Rentenhöhe. Es gibt eine Fülle von Kosten. Abschluss- und Vertriebskosten, Verwaltungskosten, Kosten für die Kapitalanlage, Stückkosten, Ratenzahlungszuschläge und auch Fondsanbieter haben Kosten. Wer erfolgreich anlegen will, sollte die Anlagekosten kennen und vergleichen. Der Hauptgrund für die mit 25% sehr hohe Abbruchquote bei Rentenversicherungen ist nicht, dass die Sparer kein Geld mehr haben, sondern das Produkte in der nachträglichen Prüfung zu teuer sind und sich der Vertrag nicht lohnt.

Was kann ich tun, wenn ich mit meiner Rentenversicherung unzufrieden bin?

Es gibt einen Grund, der zur Unzufriedenheit führt. Häufig ist der Grund, dass die in die private Rentenversicherung eingezahlten Beiträge keine Gewinne bringen. In diesem Fall ist es wichtig, die Kosten festzustellen und zu ergründen, warum es so ist. Je nach Anbieter und Tarif können Kosten nachträglich korrigiert werden und damit der Sparvorgang verbessert werden. Sollte ein anderer Grund zur Unzufriedenheit führen, können die Verträge auch beitragsfrei gestellt werden. Es ist auch möglich den Vertrag zu kündigen. Alte Verträge können unter bestimmten Voraussetzungen widerrufen werden.

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