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Fondsgebundene Rentenversicherung

Wissenswertes zu Fondsgebundene Rentenversicherung

kurz & knapp

Fondsgebunde Rentenversicherungen oder auch Fondspolicen genannt sind der heimliche Star am Kapitalanlegermarkt. Wer längerfristig Geld anlegen möchte findet in der fondsgebundenen Rentenversicherung alle Voraussetzungen, welche für eine erfolgreiche Anlage notwendig sind. Je nach Anbieter können alle gängigen Fonds (aktive und passiv) ausgewählt werden. Fondsshift oder –switch ist kostenfrei und steuerfrei möglich. Durch Steuerstundungseffekte und einer verringerten Steuerlast in der Auszahlung schlagen diese Anlagen fast alle anderen, ähnliche Anlageformen.

Lohnt sich für:

Sparer und Anleger, welche langfristig Geld anlegen wollen. Fondsgebundene Rentenversicherungen sind optimale Produkte für die Altersvorsorge oder zur Kapitalanlage.

Lohnt sich nicht für:

Kurzfristige Kapitalanleger.

Das wichtigste zuerst:

  • Vielzahl von Anlagemöglichkeiten und Sparformen
  • Je nach Anbieter sind alle gängigen Fonds wählbar
  • Fondsswitch/ Fondsshift steuerfrei und häufig kostenfrei
  • Als langfristige Anlage häufig allen Bankprodukten überlegen
  • Einmalauszahlung oder lebenslange Rentenzahlung möglich
  • Steuervorteil zum Vertragsende bei Einmalauszahlung bei lebenslanger Rente
  • feststehende steuerliche Rahmenparameter im Rentenalter
  • Risikoschutz kann individuell vereinbart werden
  • Möglichkeit von Nettotarifen mit sehr geringen Vertragskosten
  • Erbschaftsfreibeträge erhöhen oder Erbschaftssteuer senken durch Rentenversicherungen 
  • Kapitalschenkung innerhalb der Familie durch fondsgebundene Rentenversicherung
  • hohe Zinserträge (bis zu 3%) möglich
  • Steuervorteile bei Mindestlaufzeit 12 Jahre und Endalter über 63

Eine fondsgebundene Rentenversicherung bietet eine höhere Rendite als klassische Produkte. Doch beim Abschluss der Fondsrente gilt es vieles zu beachten.

Was ist eine fondsgebundene Rentenversicherung?

In Deutschland droht zunehmend mehr Menschen die Altersarmut. Steigende Wohn- und Lebensmittelpreise sowie geringe Ansprüche an die Rentenkasse sorgen dafür, dass viele Verbraucher im Alter nicht ihren gewohnten Lebensstandard halten können. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, ist es notwendig, die gesetzlichen Rentenansprüche aufzustocken. Die fondsgebundene Rentenversicherung stellt als Form der privaten Altersvorsorge eine Möglichkeit dar, finanziell für das Alter vorzusorgen.  

Bei einer fondgebundenen Rentenversicherung sieht die Versicherungsgesellschaft keine Verzinsung des Kapitals vor. Stattdessen investiert sie das Geld in verschiedene Fonds. Ein Fondsmanager legt das Kapital auf dem Finanzmarkt in Produkte wie Aktien, Rohstoffe und Anleihen an. Da er nicht nur in eine einzelne Anlageform investiert, findet eine Risikostreuung statt. Dadurch sinkt das Risiko für die Versicherten, denn mögliche Verluste lassen sich durch Gewinne ausgleichen. Es gibt auch Mischprodukte. Dabei werden Zinsanlage und Fondsanlage gemischt. Hier gilt es jedoch genau die Vertragsbedingungen zu lesen.

Wie genau funktioniert die fondsgebundene Rentenversicherung?

Wie auch bei einer klassisch verzinsten Rentenversicherung wenden die Versicherten auch bei fondsgebundenen Rentenversicherungen monatlich einen fixen Betrag für ihre Altersvorsorge auf. Abzüglich der Verwaltungs- und Investmentkosten wird das Geld in die verschiedenen Fonds angelegt. In welche Anlagen investiert wird, hängt von den Versicherten selbst ab. Sie können risikofreudig investieren, wodurch die Renditechancen höher sind. Oder sie wählen sicherheitsorientierte Anlagen. Dann erfolgt das Investment überwiegend in Rentenfonds und Wertpapiere. Die Versicherten können bei den meisten Gesellschaften mitentscheiden, in welche Fonds sie ihr Geld anlegen möchten. Die exakte Verteilung auf die Aktien, Anleihen oder Wertpapiere erfolgt jedoch durch den Fondsverwalter.

Hinweis: Es gilt, dass eine große Auswahl an Fonds besser ist, als eine kleine Auswahl.

Am Ende der Ansparphase haben die Versicherungsnehmer durch ihre Beiträge einen Rentenanspruch erworben. Wie hoch dieser ausfällt, ist von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Da sich nie genau vorhersagen lässt, wie sich der Börsenmarkt entwickelt, können die Rentenversicherer die exakte Höhe der Rente nicht im Voraus bestimmen. Jedoch erhalten die Versicherten bei Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung, je nach Risikopräferenz einen Garantiewert mitgeteilt. Dieser ist im Vergleich zur verzinsten Altersvorsorge meist geringer. Allerdings besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die zukünftigen Ansprüche den Garantiewert deutlich überschreiten.

Beispiel

25-jähriger Versicherungsnehmer, 25 Euro Monatsbeitrag, 10 Jahre Rentengarantiezeit, 37 Jahre Laufzeit
Klassische Rentenversicherung Fondsgebundene Rentenversicherung

Voraussichtliche Rentenhöhe: 72,43 Euro (nicht garantiert)

Garantierte Rentenhöhe: 27,38 Euro

Voraussichtliche Rentenhöhe: 95,28 Euro (nicht garantiert)

Garantierte Rentenhöhe: 13,69 Euro

Rente bei Verzicht auf Beitragsgarantie: 118,71 Euro

Experten-Tipp

Es macht kostentechnisch einen Unterschied, ob Beiträge monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gezahlt werden. Prüfen Sie bei Ihrem Versicherer, welche Beitragszahlungsvariante für Sie die Vertragskosten senkt.

Auszahlung einer fondsgebundenen Rentenversicherung

Versicherungsgesellschaften sehen bei der Auszahlung einer fondsgebundenen Rentenversicherung im Regelfall eine Rentenzahlung vor. Die Höhe der Rente bemisst sich an dem gebildeten Kapital, den erwirtschafteten Gewinnen und den Überschussbeteiligungen.

Bei der Auszahlung einer fondsgebundenen Rentenversicherung besteht eine Besonderheit. Denn viele Verträge beinhalten ein sogenanntes Kapitalwahlrecht. Das bedeutet, die Versicherten können vor der Auszahlung ihrer Fondsrente entscheiden, ob sie eine monatliche Rentenzahlung oder eine Einmalzahlung beziehen möchten. In diesem Fall erhalten sie ihr angespartes Kapital zuzüglich der erwirtschafteten Erträge als Gesamtsumme ausbezahlt.

Ist eine fondsgebundene Rentenversicherung sinnvoll?

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenkasse sind in den meisten Fällen nicht ausreichend, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Vielen Menschen stehen große Versorgungslücken bevor, die ihre finanzielle Existenz bedrohen können. Daher ist es existenziell wichtig, zusätzlich vorzusorgen. Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung besteht die Möglichkeit, Versorgungslücken zu schließen und sorgenfrei dem Rentenalter entgegenzublicken.

Eine große Problematik bei der privaten Altersvorsorge entsteht durch den niedrigen Zins. Klassische Sparprodukte erwirtschaften kaum mehr Rendite, sodass sich abzüglich der Verwaltungskosten nur wenig Ertrag verzeichnen lässt. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung setzen Verbraucher hingegen auf Aktien, Anleihen, Immobilien, Wertpapiere und Rohstoffe. Diese sind kaum vom aktuellen Niedrigzins betroffen. Daher kann eine fondsgebundene Rentenversicherung mehr Rendite erwirtschaften und das finanzielle Polster im Alter verbessern.

Hinweis: Der Bankenverband empfiehlt, das Geld auf verschiedene Wirtschaftszweige zu verteilen. Durch die breite Streuung lässt sich das Verlustrisiko minimieren. Außerdem ist es unwirtschaftlich, ständig die Fonds zu wechseln und das Kapital umzuschichten. Dabei entstehen zusätzliche Gebühren.

Wesentlich für eine fondsgebundene Rentenversicherung ist zudem, dass die Investition mehrere Jahre getätigt wird. Experten raten dazu, mindestens 20 Jahre in die Versicherung einzubezahlen. Daher ist die Fondsrente vor allem für junge Sparer interessant. Für sie kann es lohnenswert sein, in renditeorientierte Anlagen zu investieren. Denn aufgrund der langen Laufzeit lassen sich Verluste besser ausgleichen. Doch auch Verbraucher ab 40 Jahren können von der Altersvorsorge profitieren.

Hinweis

glühbirneKombinieren Sie ETF-Fonds miteinander, um die Rendite zu erhöhen. Nutzen Sie steuerfreie Fondsswitch, um Kapitalerträge zu erhöhen und steuerfrei mit Fonds zu handeln. Der Steuerstundungseffekt erhöht die Rendite.

Für wen eignet sich eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Da jungen Menschen zwischen 20 und Mitte 30 eine lange Ansparphase bis zum Rentenbeginn bevorsteht, lohnt sich die Fondsrente vor allem für diese Altersklassen. Verluste werden über die Jahre hinweg ausgeglichen, wodurch Börsenschwankungen nur wenig Einfluss auf die Rendite haben. Bereits mit 25 bis 50 Euro im Monat können sie mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung ein solides Polster für ihren Ruhestand aufbauen.

Wer sich kurz vor dem Rentenalter befindet, sollte die Risiken von Fondsprodukten gut abwägen. Vor allem renditeorientierte Anlagen können große Verluste erwirtschaften und für finanzielle Schwierigkeiten im Alter sorgen. Für Verbraucher höherer Altersklassen empfehlen sich daher verzinste Altersvorsorgen oder fondsgebundene Rentenversicherungen mit einer sicheren Anlagestrategie.

Wie wird eine Fondsrente versteuert?

Die Beiträge einer fondsgebundenen Rentenversicherung lassen sich in den meisten Fällen nicht steuerlich absetzen. Lediglich dann, wenn diese in eine Basis- oder Riester Rente investiert werden. Allerdings entstehen bei der Auszahlung der Fondsrente steuerliche Vorteile gegenüber klassischen Altersvorsorgeprodukten:

Versteuerung bei Rentenbezug

Sofern die Laufzeit des Vertrages mindestens 12 Jahre betrug und nicht vor dem 63. Lebensjahr ausbezahlt wird, müssen die Erträge nur teilweise versteuert werden. In welcher Höhe ist vom Alter der Versicherten bei Rentenbezug abhängig. Sind die Versicherungsnehmer bei Rentenbeginn beispielsweise 67 Jahre alt, müssen sie 17 Prozent ihrer Rente mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Versteuerung bei Kapitalauszahlung

Der Staat sieht für die fondsgebundene Rentenversicherung nicht die nachgelagerte Besteuerung vor. Stattdessen versteuern die Versicherten 50 Prozent, wenn sie eine Einmalzahlung erhalten. Als Voraussetzung für den steuerfreien Betrag gilt jedoch, dass die Laufzeit mindestens 12 Jahre betrug und die Auszahlung nicht vor dem 63. Lebensjahr stattfindet.

Vor- und Nachteile der Fondsrente

Vorteile Nachteile

-Höhere Rendite möglich als bei klassischen Produkten

-Keine nachgelagerte Besteuerung der Erträge

-Mitspracherecht bei der Anlagestrategie und Fondswahl

-Wahlrecht zwischen Renten- und Kapitalauszahlung

-Im Regelfall Wechseloption für Fonds

-Kaum Garantiewerte, daher keine Planbarkeit

-Höheres Verlustrisiko, vor allem bei kurzen Laufzeiten

-Kosten für die Fondsverwaltung

-Langfristige Anlageform

-Niedrige Rückkaufswerte bei Kündigung

Fondsgebundene Rentenversicherung kündigen: Das gilt es zu beachten

Eine fondsgebundene Rentenversicherung zu kündigen ist grundsätzlich möglich. Als Kündigungsfrist gilt die Zahlweise, also meistens monatlich. Eine Riester-Rente kann quartalsweise gekündigt werden. Eine Ausnahme besteht bei der Rürup- oder auch Basisrente. Diese kann lediglich beitragsfrei gestellt werden. Das bedeutet, die Versicherten zahlen zukünftig keine Beiträge mehr in ihre Altersvorsorge ein. Allerdings werden ihnen aufgrund der gesetzlichen Regelung auch keine Rückkaufswerte ausbezahlt. Denn die Versicherung behält die bisher einbezahlten Beiträge ein, wirtschaftet mit diesen und errechnet anhand des gebildeten Kapitals eine Altersrente.

Eine fondsgebundene Rentenversicherung lässt sich in der Regel zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Es kann jedoch zu Abweichungen kommen. Vor allem dann, wenn Zusatzprodukte wie ein Berufsunfähigkeitsschutz in dem Vertrag enthalten sind. Die Kündigung der Fondsrente muss schriftlich erfolgen.

Nachteile bei Kündigung der Fondsrente

Bevor Verbraucher ihre fondsgebundene Rentenversicherung kündigen, sollten sie sich mit den daraus resultierenden Nachteilen befassen. Denn in den ersten Jahren erhalten sie einen geringeren Rückkaufswert ausbezahlt, als sie einbezahlt haben. Versicherungsgesellschaften berechnen für ihre Dienstleistungen Abschluss- und Verwaltungskosten. Diese werden meist in den ersten Jahren der Laufzeit abgezogen. Außerdem ist die Rendite der Fonds erst nach einiger Zeit spürbar. Daher lässt sich ein Gewinn bei Kündigung der Fondsrente in den meisten Fällen erst zu einem späteren Zeitpunkt verzeichnen. Um die mindestens die einbezahlten Beiträge zurückzuerhalten, sollte die Rentenversicherung möglichst lange aktiv sein.

Beitragsfreistellung als Alternative

Häufig ist es für Verbraucher sinnvoller, wenn sie ihre fondsgebundene Rentenversicherung nicht kündigen, sondern beitragsfreistellen. Denn die Gesellschaft wirtschaftet mit dem bisher einbezahlten Kapital weiter, ohne dass die Versicherten weiterhin Beiträge bezahlen müssen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass zukünftig erwirtschaftete Erträge die finanziellen Aufwendungen für Gebühren ausgleichen können.

Was passiert bei Tod des Versicherungsnehmers?

Viele Verbraucher stellen sich die Frage, was mit ihrer fondsgebundenen Rentenversicherung passiert, wenn sie versterben sollten. Im Wesentlichen ist dies von den Vertragsinhalten abhängig.

  • Sollte ein Todesfallschutz eingeschlossen sein, erhalten die Hinterbliebenen die Versicherungssumme ausbezahlt.
  • Alternativ besteht die Option, eine Beitragsrückgewähr einzuschließen. Die Gesellschaft zahlt den Angehörigen die bisher einbezahlten Beiträge aus.
  • Außerdem kann bei Vertragsabschluss eine Hinterbliebenenrente vereinbart werden. Die bezugsberechtigte Person erhält dann eine lebenslange Rente.

Verstirbt der Versicherungsnehmer während der Rentenbezugsphase, ist die Absicherung der Hinterbliebenen von der Rentengarantiezeit abhängig. Wurde diese beispielsweise für zehn Jahre vereinbart und der Versicherte verstirbt nach fünf Jahren des Rentenbezugs, wird die Versicherungsleistung weitere fünf Jahre an die Hinterbliebenen bezahlt.

Was zeichnet einen guten Anbieter aus?

  • Erfahrungswerte

Der Anbieter ist seit einigen Jahren auf dem Markt etabliert und wirtschaftlich gestärkt. Er konnte bereits hohe Renditen erwirtschaften.

  • Flexibilität

Versicherungsnehmer können ihre Fonds ohne zusätzliche Gebühren umschichten. Nach Ablauf der Ansparphase besteht die Option, zwischen einen Renten- und Kapitalauszahlung oder einer Restverrentung bei anteiliger Kapitalauszahlung wählen.

  • Auswahl der Fonds

Der Anbieter stellt eine breite Palette an Fonds zur Verfügung. Diese sehen jeweils die Investition in verschiedene Wirtschaftszweige vor. Bewährte Indexfonds sind genauso vorzufinden wie Neuemissionen.

  • Transparenz

Die Antragsteller erhalten eine gute Übersicht über alle mit dem Vertrag verbundenen Kosten.

  • Niedrige Gebühren

Abschluss- und Verwaltungsgebühren sind im Vergleich zu anderen Anbietern angemessen. Bestenfalls werden die Kosten über die Laufzeit verteilt.

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