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Jeder Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung hat Anspruch auf Auskunft über die aktuell erreichte Rentenhöhe. Eine Renteninformation oder Rentenauskunft kann ganz einfach online beantragt werden. Wir zeigen, wie einfach es ist, diese Auskünfte elektronisch online bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu beantragen und einzuholen.  

Kurz zusammengefasst:

Ab dem 27. Lebensjahr bis zum 55. Lebensjahr können Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung über die Renteninformation Auskunft erhalten, welche Rentenhöhe aktuell erreicht ist. Versicherte ab dem 55. Lebensjahr erhalten über die Rentenauskunft detaillierte Information über den Rentenstand. Diese Schreiben sind Grundlage jeder Altersvorsorgeplanung und können bequem online beantragt werden.  

Inhaltsverzeichnis:

Warum ist es wichtig, die aktuelle Rentenhöhe zu kennen?

Welche Angaben brauche ich, um bei der Rentenversicherung Auskunft zu erhalten?

Wie wird die Rentenhöhe online beantragt?

Welche Information beinhaltet die Rentenauskunft?

Welche Information beinhaltet die Renteninformation?

Wie können wir Sie bei der Auswertung der Rentenhöhe unterstützen?

Warum ist es wichtig, die aktuelle Rentenhöhe zu kennen?

Das Thema Altersvorsorge und Altersarmut ist aus den Medien nicht mehr wegzudenken. Es ist wichtig, sich rechtzeitig mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen. Zeit spart Geld. Um Altersvorsorge effizient aufzubauen, ist die Renteninformation die Initialzündung. Wenn feststeht, was bisher erreicht wurde, kann strukturiert geplant werden, um die Rentenlücke (zwischen Ist-Zustand und Wunsch-Zustand) zu schließen. 

Welche Angaben brauche ich, um bei der Rentenversicherung Auskunft zu erhalten? 

Zum beantragen einer Renteninformation oder Rentenauskunft ist die Sozialversicherungsnummer (SV-Nr.) und eine E-Mail-Adresse notwendig. Die Sozialversichersicherungsnummer steht im Sozialversicherungsausweis oder ist auf Lohn- und Gehaltsabrechnungen zu finden. Die SV-Nr. besteht aus 12 Zahlen und Buchstaben und beinhaltet das Geburtsdatum und den Anfangsbuchstaben des Geburtsnamens. Hier ein Beispiel einer Gehaltsabrechnung mit Sozialversicherungsnummer. 

Wie wird die Rentenhöhe online beantragt? 

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet verschiedene Onlineservices über diesen Link an: https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/ Hier können diverse Schriftstücke bestellt werden. Einfach auswählen (in den blauen Kreis Klicken) und das gewünschte Schriftstück bestellen. 

Anschließend die geforderten Daten eingeben. 

Wenn bei Ihnen eine solche Bestätigungsmail eingeht, ist der Vorgang richtig durchgeführt: 

Welche Information beinhaltet die Rentenauskunft? 

Die Rentenauskunft wird ab dem 55. Lebensjahr alle drei Jahre per Post versendet und enthält den aktuellen Versicherungsverlauf und ausführliche Informationen zur Altersrente, Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente 

Welche Information beinhaltet die Renteninformation? 

Die Renteninformation wird ab dem 27. Lebensjahr jährlich versendet und soll einen Überblick verschaffen, wie sich die aktuelle Rentensituation darstellt. Darin enthalten ist der bisher erworbene Rentenanspruch und eine Hochrechnung der zu erwartenden Rente zum Rentenbeginn. Dieses Schreiben ist Grundlage für jede Altersvorsorgeplanung.  

Wie können wir Sie bei der Auswertung der Rentenhöhe unterstützen? 

Sie können uns das Informationsschreiben von den gesetzlichen Rentenversicherungen übermitteln. Datenschutz ist gewährt. Wir werten das Schreiben aus und legen den Grundstein für eine Altersvorsorgestrategie aus gesetzlicher Rente, Versicherungslösungen, Fondssparplänen und Immobilien. 

Wir haben den LifeLine Invest der Continentale Lebensversicherung auf den Prüfstand gestellt und fachlich analysiert. Der Vertrag beinhaltet hohe Vertragskosten. Durch diese Kosten dauert es länger, bis ein Gewinn erzeugt wird. Sie sollten als Sparer sicherstellen, dass Sie keine Zeit verschwenden, indem Sie primär Versicherungskosten abbezahlen. Ein Praxisbericht zur Continentale.

Kurz zusammengefasst:

Die Continentale vermittelt für PKV-Kunden eine fondsgebundene Rentenversicherung zur Rückdeckung der Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter. Wir haben den Tarif FR3 geprüft, analysiert und bewertet. Der Vertrag ist teuer im Vergleich zu anderen Verträgen. Als Kunde können Sie viel Geld sparen, wenn Sie sich bewusst machen, was Sie besparen und was das Ziel sein soll. 

Inhaltsverzeichnis:

Welchen Tarif haben wir konkret bewertet?

Praxisbeispiel: Wir bewerten nicht die Zukunft, sondern die letzten zehn Vertragsjahre

Welche Kosten entstehen bei Rentenversicherungen?

Wie ist der aktuelle Stand der Continentale LifeLine Rentenversicherung?

Welche Kosten liegen den Vertrag konkret zugrunde?

Kostennachweis über Fondsanalyse

Lohnt sich diese Continentale Fonds-Rentenversicherung?

Wie können wir helfen?

Welchen Tarif haben wir konkret bewertet?

Der Tarif heißt LifeLine Invest – Rückdeckung zur Krankenversicherung FR3 und wurde unter anderen als Sparvertrag vertrieben, mit dem PKV-Beiträge im Rentenalter refinanziert werden können. Die Idee dahinter: Den Sparvertrag zusätzlich zur PKV abschließen und mit den Auszahlungen die PKV-Beiträge im Rentenalter refinanzieren. Die Idee ist gut, die Umsetzung schwierig. Die AVB zum Vertrag finden Sie hier:  AVB Continentale FR3 Rückdeckung zur Krankenversicherung

Praxisbeispiel: Wir bewerten nicht die Zukunft, sondern die letzten zehn Vertragsjahre

Der uns vorliegende Vertrag wurde zum 01.06.2010 abgeschlossen. Der Vertragsstand ist zum 31.07.2020 festgestellt und liegt damit nach dem Corona-Crash im März 2020. Diese Tatsache ist wichtig. Denn wenn ein Vertrag Kosten berechnet, sind die Renditen immer nach Kosten. Je höher die Vertragskosten sind, desto langsamer entwickelt und erholt sich das Guthaben. Das Aussitzen und Abwarten, bis sich ein Vertrag erholt, ist häufig keine Lösung.  

Welche Kosten entstehen bei Rentenversicherungen?

Der Vertrag ist eine fondsgebundene RentenversicherungFondsgebunden bedeutet, dass die Beiträge in Fonds eingezahlt werden. Dadurch entstehen zwei Kostenblöcke:

  1. Kosten für den Versicherer
    • Abschlussprovision
    • Verwaltungskosten
    • Anlagekosten
  2. Kosten für den Fondsanbieter.
    • Fondskosten

Die Doppelkostensituation ist normal und erst mal kein Problem, wenn beide Kostenblöcke niedrig sind. Im vorliegenden Vertrag sind die Kosten eher hoch.

Im Einzelnen gehen wir in diesem Beitrag nicht auf eine nähere Definition der Kosten ein. Wenn Sie Genaues zu diesen Kosten wissen wollen, können Sie sich hier informieren: https://kvoptimal.de/blog/lebensversicherung/die-kosten-in-lebensversicherungen-und-rentenversicherungen

Wie ist der aktuelle Stand der Continentale LifeLine Rentenversicherung?

Die Versicherer zeigen in den jährlichen Wertstandsmitteilung nicht auf, wie hoch die eingezahlten Beiträge im Verhältnis zum aktuellen Guthaben sind. Vermutlich aus gutem Grund. In 10 Jahren und zwei Monaten wurden 10.694,52 Euro eingezahlt. Tatsächlich hat der Vertrag einen Wert von 10.065,19 Euro.

In der der gesamten Laufzeit hat der Vertrag einen Verlust von 629,33 Euro erwirtschaftet.

Suggestivfrage: Wenn Sie jetzt daran denken, wie die letzten 10 Jahre an der Börse waren.

Welche Kosten liegen dem Vertrag konkret zugrunde?

Das Thema ist leider nicht klar zu beleuchten. Der Versicherer hat klargestellt, dass ein neuer Kostennachweis nicht mehr erstellt werden kann. Grund: Bei Abschluss wird ein individuelles PiB (Produktinformationsblatt) ausgehändigt. Auf diesem PiB stehen alle Vertragskosten. Verlieren Sie dieses Produktinformationsblatt oder hat der Berater es nicht mit ausgehändigt, müssen die Versicherer es nicht mehr neu erstellen. Deshalb ist der einfache Kostennachweis nicht mehr möglich. Es gibt aber einen komplizierten Weg, die Vertragskosten zu errechnen. Diesen Weg stelle ich hier vereinfacht nach.

Kostennachweis über Fondsanalyse

Die Continentale investiert das Geld in Fonds. Diese Fonds beinhalten Kosten und erzeugen eine Rendite. Diese Kosten/ Rendite Berechnung kann ich rückwirkend nachvollziehen.

Der Ursprungsbeitrag war 73,00 Euro monatlich. Zehn Jahr später liegt der Monatsbeitrag 97,83 Euro. Das bedeutet, es gab eine leichte Dynamisierung (ca. 3%) der Beiträge. Es wurden zwei Fonds bespart:

Der Beitrag von 73 Euro wurde zu 70% in Fonds 1 (F23) und zu 30% in Fonds 2 (F24) investiert.

Der Fonds F23 hat bis heute 8.550 Euro und der Fonds F24 hat 3.542 Euro Wert erzeugt. In Summe stehen gerundet 9.642 Euro bei der Continentale im Vergleich zu 12.092 Euro. Die Differenz ist der Sparschaden. Entstanden, durch einen teuren Versicherungsmantel.

Wichtig: Der Vergleich von Versicherungsprodukt und Direktanlage sollte so nicht stattfinden. Denn der Versicherungsmantel bietet einen großen steuerlichen Vorteil und zum Vertragsende zählt nur die Auszahlungen nach Steuer. Zusätzlich bietet der Vertrag die Option auf eine lebenslange Rentenzahlung. Ein Bankprodukt hat weder einen Steuervorteil noch eine lebenslange Rentenleistung.

Trotzdem kann ein finanzieller Nachteil ausgelesen werden und dieser Nachteil muss nicht sein, wenn ein günstigerer Versicherungsmantel gewählt wäre.

Diese mathematische Methode kann zusätzlich Ungenauigkeiten aufweisen. Ich konnte Fondswechsel, Zuzahlungen oder Beitragsstundungen nicht berücksichtigen. Wobei solche Zufälligkeiten meisten zu vernachlässigen sind.

 Lohnt sich diese Continentale Fonds-Rentenversicherung?

Als Fazit und als Antwort auf die Eingangsfrage lässt sich festhalten, dass sich dieses Produkt augenscheinlich nicht lohnt. Vergleiche ich die Kosten anderer Versicherungen, hätte deutlich effektiver gespart werden können.

Der Vertrag bietet aber auch einen Vorteil. Der Rentenfaktor ist hoch.

Der Rentenfaktor gibt an, wie hoch die spätere Rente sein kann. Bei 10.000 Euro Vertragswert wird monatlich lebenslang 35,48 Euro Rente bezahlt. Dieser Faktor ist hoch im Vergleich zu heutigen Faktoren. Laut AVB ist der Rentenfaktor auch garantiert (unveränderbar durch die Continentale). Natürlich muss die kritische Frage erlaubt sein, ob bei hohen Vertragskosten eine hohe Summe an Vertragswert (Rentenfaktor pro 10.000 Euro) erreicht werden kann.

Es kann besser sein, einen niedrigen Rentenfaktor zu akzeptieren, aber dafür einen besseren Gesamtwert zu erzielen. Zumal die Rente nur fällig wird, wenn keine Einmalauszahlung gewünscht wird. Ändert sich die gesundheitliche Situation, kann die Einmalzahlung besser sein.

Bei einer verringerten Lebenserwartung hat dieser Vertrag einen zusätzlichen Bug drin: Der Kunde ist aktuell 51 Jahre. Seine Frau, bezugsberechtigt im Todesfall, ist erst 45 Jahre. Die Rentengarantiezeit ist mit 10 Jahren festgelegt.

Angenommen, der Kunde wählt die lebenslange Rente und verstirbt mit 70, dann bekommt die Hinterbleibende nur noch 5 Jahre die Rente weiterbezahlt.

Wenn der Vertrag bis zum Ende durchgespart wird, wird ca. 36.000 Euro eingezahlt. Mit den Rentenfaktor von 35,48 erhält der Kunde eine lebenslange Rente von 128 Euro. Diese wird für 10 Jahre gezahlt. Fünf Jahre bekommt es der Mann (bis zum Ableben) und fünf Jahr die Ehefrau (bis die Rentengarantiezeit endet). In Summe wurden 36.000 Euro eingezahlt und nur 15.327 Euro ausgezahlt.

Selbst wenn ich zum Vertragsende 10.000 Euro Gewinn hinzurechne, bleibt ein Wagnis. Dann wird eine Rente von 163 Euro für 10 Jahre ausgezahlt: summierte Auszahlung ca. 20.000 Euro.

 Wie können wir helfen?

So oder so: Über solche Verträge muss geredet werden. Wir helfen dabei. Die Zweitmeinung zu Ihrem Vertrag wird durch uns kostenfrei erstellt.

Der Versicherer CosmosDirekt zählt zu den Direktversicherern und vertreibt Altersvorsorgeprodukte direkt über Internet oder Telefon. Deshalb kann der Versicherer die Kosten für Versicherungsvertreter einsparen. Dieses Einsparen erzeugt das Gefühl, dass der Versicherer günstiger sein muss als normale Versicherer. Ich habe mich mit dem Kleingedruckten des Versicherers beschäftigt und die Vertragskosten mit anderen Produkten verglichen. Überraschung: Auch CosmosDirekt berechnet Vertriebskosten für den Abschluss.

Kurz zusammengefasst:

Direktversicherer vermitteln den Eindruck, dass die Vertragskosten geringer als bei anderen Versicherern sind und das deswegen die Verträge besonders gut sein könnten. Ich habe die Vertragsbedingungen zu CosmosDirekt gelesen und zeige die Kosten im Vergleich zu anderen Versicherern auf. Wer die Kosten vergleicht, senkt, kann mehr Gewinn erzielen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Welche Altersvorsorgeprodukte bietet CosmosDirekt an?
  2. Grundsätzlich: Welche Kosten berechnen Versicherer für die Produkte
    1. Abschluss- und Vertriebskosten
    2. Verwaltungskosten
    3. Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten
  3. Welche Vertragskosten berechnet CosmosDirekt für die Direktversicherung?
    1. Abschluss- und Vertriebskosten
    2. Verwaltungskosten
    3. Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten
  4. Welche Fondskosten fallen zusätzlich an?
  5. Welche Vertragskosten berechnet CosmosDirekt für die normale Rentenversicherung?
    1. Abschluss- und Vertriebskosten
    2. Verwaltungskosten
    3. Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten
  6. Kosten, Kosten, Kosten – und sind die Kosten im Angebot von Cosmos berücksichtigt?
  7. Fazit: Sind die Tarife von CosmosDirekt objektiv betrachtet gut?

Welche Altersvorsorgeprodukte bietet CosmosDirekt an?

Die Produktpalette aus Lebens- und Rentenversicherung ist breit gefächert. Allerdings hat der Versicherer den Vertrieb von Riester-Renten, Basis-/ Rürup-Renten und klassischen Lebensversicherungen eingestellt. Übrig bleiben die normale Rentenversicherung (Schicht 3 Produkt) und die Direktversicherung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (Schicht 2 Produkt). Dazu werden noch Risikolebensversicherungen und Berufsunfähigkeitspolicen vertrieben, welche für die Altersvorsorge weniger relevant sind. Aus diesem Grund gilt mein Augenmerk der Direktversicherung und der privaten Rentenversicherung.

Auch wenn es sonderbar klingt, eine Direktversicherung ist nicht eine spezielle Versicherung von einem Direktversicherer, sondern ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Der Arbeitgeber wandelt ein Teil des Bruttogehalts in Beiträge um und führt diese direkt an den Versicherer ab. Die Direktversicherung ist vermutliche die beliebteste Form der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland. Sie können dieses Produkt bei nahezu jedem Versicherer abschließen. Jeder Anbieter definiert dazu die Vertragskosten anders.

Grundsätzlich: Welche Kosten berechnen Versicherer für die Produkte?

Das gute ist, alle Versicherer haben ähnliche Kostennoten. Ich kann die Kostenpositionen dazu vergleichen und daraus ableiten, wie sich die Kosten langfristig auswirken. Es gibt Hauptkosten und diese sollten Sie als Investor kennen:

Abschluss- und Vertriebskosten:

Diese Kosten sind gedeckelt auf 2,5% der Beitragssumme. Die Beitragssumme ist die Summe aller gezahlten Beiträge bis Vertragsende. Je länger die Laufzeit und je höher der Monatsbeitrag, desto höher sind diese Kosten. Auch bei Dynamikerhöhungen werden diese Kosten berechnet. Deshalb lohnen sich Dynamikerhöhungen zum Ende der Vertragslaufzeit (Restlaufzeit < 10 Jahre) in der Regel nicht mehr.

Verwaltungskosten:

Die Verwaltungskosten werden pro Beitragszahlung für die gesamte Laufzeit berechnet. Die Kostenhöhe ist nicht gedeckelt und unterscheidet sich je nach Versicherer. Wird die Beitragszahlung eingestellt, endet meist auch diese Kostenposition.

Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten:

Diese Kosten werden vom Guthaben berechnet und werden vom Versicherer individuell bestimmt. Die Höhe ist nicht gedeckelt und werden auch bei einer Beitragsfreistellung erhoben. Deshalb wird ein Versicherungsvertrag niemals völlig „kostenfrei“, wenn der Vertrag beitragsfrei gestellt wird.

Es gibt noch weitere Kosten. Zum Beispiel erheben manche Versicherer Ratenzahlungszuschläge bei monatlicher Zahlung. Auch Stückkosten können jährlich pro Vertrag erhoben werden. Die Kosten für Fonds sind auch wichtig.
Alle Vertragskosten muss der Versicherer irgendwo in den Vertragsunterlagen aufzeigen. Das bedeutet, Sie können alle Kosten sehen, versuchen zu verstehen und damit vergleichen. Wir zeigen, wie das geht.

Welche Vertragskosten berechnet CosmosDirekt für die Direktversicherung?

Der Versicherer bietet zwei Varianten an. Entweder Zinsanlage (klassisch) oder Fonds (fondsgebunden). Direktversicherungen garantieren die Auszahlung der eingezahlten Beiträge zum Vertragsende (Beitragsgarantie). Deshalb kommt für mich nur die Fondsvariante in Betracht, denn reine Zinsprodukte sind aufgrund der Anlagestrategie (Staatsanleihen, etc.) weitgehend renditefrei.

Grundstzlich_Welche_Kosten_berechnen_Versicherer_fr_die_Produkte

Marketingrauschen ausblenden: Ein wenig lustig empfinde ich das Argument, dass eine hohe Rendite durch einen leistungsstarken Fonds möglich wäre. Was ist denn ein leistungsstarker Fonds? Ich bezeichne solche Argumente als Marketingrauschen. Klingt gut, bedeutet nichts.

Abschluss- und Vertriebskosten:

Ein Hauptgrund, sich für einen Direktversicherer zu entscheiden, ist wohl, dass dieser keinen Außendienst bezahlt. Vertreter verdienen ohnehin zu viel und so kann ich als Kunde diese Kosten sparen. CosmosDirekt weist aber dennoch solche Kosten aus.

Ich habe mir Angebote schriftlich von CosmosDirekt berechnen lassen.

In der gesamten Laufzeit möchte ich 144.000 Euro einzahlen. Der Monatsbeitrag beträgt 500 Euro. Die Laufzeit beträgt 24 Jahre. Der Versicherer berechnet für den Vertragsabschluss 1,6% Abschluss- und Vertriebskosten. Bei meinem Angebot macht das 2.304 Euro Kosten.

Grundstzlich_Welche_Kosten_berechnen_Versicherer_fr_die_Produkte

Andere Versicherer berechnen maximal 2,5% für einen solchen Vertrag.  Anstatt 2.304 Euro wären das dann max. 3.600 Euro. Auf 24 Jahre Laufzeit ist der finanzmathematische Nachteil fast völlig zu vernachlässigen. Das Argument, keine Vertreter zu bezahlen, ist kein Vorteil.

Verwaltungskosten:

Die Verwaltungskosten werden von meinen eingezahlten Beiträgen abgezogen. Als Verwaltungskosten gibt der Versicherer folgende Werte an:

fondsverwaltungskosten

Wenn Fonds der Kategorie B gewählt werden, werden von den Einzahlungen jährlich 210 Euro berechnet. Bei 6.000 Euro Jahresbeitrag entsprechen die Verwaltungskosten 3,5% der Beiträge. In Summe fallen 5.040 Euro Kosten über die Laufzeit an.

Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten:

Zusätzlich berechnet der Versicherer noch Kosten für die Kapitalanlage. Diese Kostenvariante ist ein Stück heimtückisch. Denn sie tritt klein auf und wirkt damit unscheinbar.

Fondsverwaltungskosten

Hier werden 25 Cent je 1.000 Euro gezahlten Beitrag ausgewiesen. Dieser Wert wird monatlich berechnet. Das macht die Sache kompliziert und führt häufig zum „Nicht-nach-rechnen“. Bei 500 Euro Monatsbeitrag fallen monatlich 12,5 Cent Kosten an.

Addiere ich diese Kosten für die gesamte Laufzeit, entsteht ein Kostenblock von 5.202,00 Euro.

kostentabelle

Gesamtkosten:

Wenn der Vertrag für die komplette Laufzeit von mir erfüllt wird, entstehen Kosten von ca. 12.546 Euro. Diese Kosten sind eher als Minimumkosten zu bezeichnen. Denn wir haben noch nicht beleuchtet, was die gewählten Fonds Kosten. Häufig werden gemanagte Fonds angeboten. Hier sollte genau hingeschaut werden. Solche Fonds können die Kosten mühelos verdoppeln!

Welche Fondskosten fallen zusätzlich an?

In meinem Angebot wurden drei Fonds vorgeschlagen. Alle Fonds sind gemanagte Fonds. Der bekannteste Fonds davon ist der Vermögensbildungsfonds I – deshalb berechne ich die Vertragskosten zu diesem Fonds.

Beitragsaufteilung

Es ist jetzt unklar, wie viel vom Gesamtbeitrag in diesen Fonds investiert wird. Ich nehme an, dass 20% des Beitrages in den Fonds einfließen. Das macht 100 Euro monatlich für 24 Jahre. Laut Internetrecherchen beträgt die Kostenquote des Fonds inkl. Transaktionskosten pro Jahr 2,87% vom Vertragswert. In Summe betragen die Fondskosten bei diesem Beispiel dann noch einmal ca. 13.942 Euro.

Nehme ich anstatt den vorgeschlagenen Fonds einen vergleichbaren ETF Fonds (nicht gemanagter Fonds), kann ich die Kostenbelastung auf ca. 0,2% senken. Allein dieser Schachzug kann die Fondskostenbelastung des Vertrages um 11.000 Euro senken. Weniger Kosten, mehr Gewinn – für Sie!

Welche Vertragskosten berechnet CosmosDirekt für die normale Rentenversicherung?

Die normale Rentenversicherung wird in zwei Varianten angeboten. Einmal als Zinspolice und einmal als Fondspolice. Die Zinspolice ist aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase für langfristige Anleger kaum interessant. Trotzdem können wir einen kurzen Blick auf das Angebot werfen. CosmosDirekt bietet eine unverbindliche Musterrechnung auf der Homepage an. Darin wird eine Ablaufleistung mit einer Rendite von 1,84% prognostiziert.

musterrechnung cosmosdirekt

Im Jahr 2019 lag die Inflationsrate bei 1,7%. Damit ist praktisch keine Kaufkraftsteigerung vorhanden. Zusätzlich ist diese Hochrechnung nicht nachvollziehbar für mich. Dazu später mehr. Das Angebot kann nicht interessant sein. Deswegen schwenke ich rüber zur fondsgebundenen Police.

Die Vertragsdaten bleiben immer identisch:

Abschluss- und Vertriebskosten:

Es fallen Abschlusskosten von 0,52% an. In diesem Fall sind das 750 Euro Kosten. Diese werden auf die ersten 5 Jahren der gezahlten Beiträge verteilt. Aus Anlagesicht ist es besser, diese Kosten direkt und auf einmal zu zahlen. Damit entsteht ein Zinseszinsvorteil.

einkalkulierte abschluss und vertriebskosten

Verwaltungskosten:

Die Verwaltungskosten betragen pro Beitrag 3,4%. Bei 500 Euro Monatsbeitrag entfallen 17 Euro monatlich auf die Verwaltungskosten. In Summe 4.896 Euro für die gesamte Laufzeit.

verwaltungskosten cosmosdirekt

Volumenkosten/ Kapitalanlagekosten:

Zeitgleich werden ebenfalls Kosten auf das Fondsguthaben berechnet. Die 25 Cent pro Monat ergeben 3 Euro pro Jahr pro 1.000 Euro Guthaben oder 0,3% vom Fondsguthaben.

Bemerkenswert: Die Kosten steigen auf 0,42%, wenn der Vertrag beitragsfrei gestellt wird. Wird bei 100.000 Euro Beitragswert der Vertrag beitragsfrei gestellt, steigen die jährlichen Kosten von 3.000 Euro auf 4.200 Euro.

Nochmal: Stellen Sie den Vertrag beitragsfrei, z.B. für 10 Jahre, bezahlen Sie 42.000 Euro Verwaltungskosten.

Volumenkosten von CosmosDirekt

Zusammenfassend stellen sich die Kosten wie folgt dar:

kostencheck_direktversicherung

Kosten, Kosten, Kosten – und sind die Kosten im Angebot von Cosmos berücksichtigt?

Nein, eher nicht. Die Kalkulationsmethoden von Versicherern sind immer etwas kreativ und fast nie transparent. Darum ist es wichtig, dass nicht nur die Kosten geprüft werden, sondern auch die Angebote. Fast immer lassen sich Ungenauigkeiten finden. Häufig werden die Vertragskosten nicht in den Angeboten berücksichtigt. Deswegen ist ein Angebotsvergleich zwischen Versicherern nie zielführend.

Dazu Beispiele von CosmosDirekt:

Mit der Direktversicherung habe ich folgende Daten bekommen.

flexible Abrufphase

Damit es mathematischer einfacher ist, bewerte ich in diesem Fall nur die möglichen Kapitalauszahlungen zum Vertragsende. In der Spalte rechts wird von 10,07% Rendite gesprochen, die der Fonds durchschnittlich erwirtschaftet hat. Liefert der Fonds wieder diese Rendite (10,7%), wäre damit eine Auszahlung von 199.963 Euro möglich.  Stelle ich aber Beitrag, Laufzeit und Auszahlungssumme ins Verhältnis, ist die Rendite viele geringer als dort unverbindlich visualisiert wird.

Die Werte in den Angeboten rechne ich mit einem Zinseszinsrechner nach. Beitrag, Laufzeit und mögliche Auszahlung sind bekannt.

Wertentwicklung3%9%10,07%
Mögliche Auszahlung174.278 €194.303 €199.953 €
Entwicklung tatsächlich1,55%2,40%2,63%

Das heißt, es sind 10,7% Fondsrendite notwenige, um 2,63% tatsächliche Rendite zu erwirtschaften. Wo sind die fehlenden 7,44% – Kosten? Die Abweichungen sind schon deutlich. Macht der Vertrag anstatt 3% Wertzuwachs 6%, steigt der Vertragswert nur um 20.025 Euro. Offensichtlich: Je höher die Rendite ist, desto langsamer steigen die Gewinne.

Das Angebot der Rentenversicherung blendet die Kosten vollständig aus. Es sind 1,84% möglich…

Angebot der Rentenversicherung

Die Zahlen lassen sich leicht nachrechnen und die Werte grafisch darstellen.

Musterrechnung Rentenversicherung

Erklärung der Zahlen: Es werden 144.000 Euro eingezahlt. Der Garantiezins beträgt 0,9%. Berechne ich diese Werte über 24 Jahre, erhalten ich, ohne die Vertragskosten zu berücksichtigen, 160.714 Euro. Tatsächlich garantiert der Versicherer aber nur 152.130 Euro – was 0,45% -Rendite entspricht.

Spannend wird die prognostizierte Auszahlung nach 24 Jahren von 180.870 Euro. Dieser Wert ist ohne Vertragskosten berechnet. Sie können das über Zinseszins-Rechner nachrechnen.

Der Abzug der Rendite beim Garantiezins beträgt ca. 50%. Halbiere ich die Rendite von 1,84% (=0,92%) ist eine Auszahlung von 161.112 Euro möglich. Die Differenz daraus könnten Vertragskosten sein.

Anderes Beispiel:

Das Angebot der fondsgebundenen Rentenversicherung ist ebenfalls weitgehend ohne Vertragskosten dargestellt.

Angebot der Fondsgebundenen Rentenversicherung

Die 316.464 Euro entsprechen einer Rendite von 6,04%. Im Kleingedruckten befindet sich noch der Hinweis, dass Fondskosten nicht berücksichtigt sind. Die Fondskosten sind aber der größte Kostenblock in dieser Berechnung.

kleingedruckte Fondskosten

Es empfiehlt sich immer nachzurechnen. Berücksichtige ich alle Vertragskosten, ist die Ablaufleistung ca. 118.000 Euro geringer. 

Fazit: Sind die Tarife von CosmosDirekt objektiv betrachtet gut?

Objektiv betrachtet sind die Angebote nicht die günstigsten am Markt. Die Vertragskosten entscheiden aber ausschließlich über Ihren Gewinn. Der Einkauf entscheidet. Direktversicherer sind häufig günstiger als andere Versicherer, nicht aber die günstigsten am Markt. Letztlich geht es nur um die Vertragskosten. Alles andere ist Marketingrauschen. Wir haben fast alle Versicherer bewertet und können deshalb vergleichen. Damit die Zahlen plastisch werden, vergleiche ich die Vertragskosten der CosmosDirekt Direktversicherung mit denen der Alte Leipziger Direktversicherung:

AlteLeipziger_vs_CosmosDirket

Durch die geringen Kosten ist eine höhere Rendite möglich. Der Vorteil liegt bei jährlich 2,18% und dieser Unterschied kann einen hohen Zinseszinsgewinn durch Kostenreduzierung bedeuten. Ein höherer Ertrag bei 2,18% Zins bedeutet in unserem Beispiel über 44.000 Euro mehr Gewinn.

Wir verwenden bei Versicherungsverträgen hauptsächliche Honorartarife. Der berechnete Tarif der Alten Leipziger ist nicht frei am Markt verfügbar und kann nur über spezielle Berater (=uns) gekauft werden. Die Abschlusskosten der Alte Leipziger sind eine Einrichtungsgebühr und werden nicht über die Police bezahlt. Wäre aber auch möglich.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Andere Versicherer können günstiger sein und damit lukrativer. Zusätzlich fallen weitere Leistungen ins Gewicht, welche ein Versicherer bietet (Fondsauswahlmöglichkeit, Kosten bei Fondswechsel, Kosten bei Rentenauszahlung, etc.). Bei solchen Produkten ist es wichtig, festzustellen, was Sie möchten und dann den entsprechenden Versicherer zu suchen. Diese „Arbeit“ bringt Ihnen bei Verträgen mit hohen Beiträgen locker 25.000 Euro Gewinnsteigerung.

Praxistipp: Sie können immer eine (ca.) fünf Jahr kürzere Laufzeit wählen, als Sie eigentlich wünschen. Durch Vertragsverlängerungsklauseln können Sie die Vertragslaufzeit bei Bedarf verlängern. Sie senken damit die laufzeitbezogenen Kosten.

Alle Daten und Modellrechnungen aus diesem Beitrag wurden mit höchster Sorgfalt und Nachhaltigkeit berechnet. Trotzdem Können sich mathematische Fehler eingeschlichen haben. Deswegen übernehmen wir keine Garantie auf Richtigkeit. Gerne berechnen wir für Sie individuell und mit Garantie.